Beauty

Schönheitsrituale der klassischen Welt

14.4.20

Schönheitsrituale der klassischen Welt

Während die Jahre verstreichen, die Epochen und die Modewelt sich ständig ändern, entwickelt sich auch unser Konzept von Schönheit und dem, was schön ist, immer weiter. Jedes neue Jahr bringt eine Reihe von Trends und eine andere Vorstellung davon, was wir mit unserem Stil, unserem Gesicht und unseren kosmetischen Erkundungen anstreben sollten, mit sich. Aber unser Gespür für das, was wirklich begehrenswert ist, bleibt faszinierenderweise zeitlos.

Jeder weiß, dass sich Modetrends ununterbrochen ändern, doch Schönheit und Anmut sind unvergänglich und unendlich. Wahre Schönheit hat nichts damit zu tun, das Natürliche zu vertuschen oder zu viel zu tun. Es geht vielmehr darum, das Natürliche zu optimieren und zu betonen, unsere feinsten Züge hervorzuheben und das Geheimnis unseres Blicks, die Weichheit unserer Haut, die zarten Rundungen unserer Lippen und die unendliche Magie von Farbe, Form und Kontur zu nutzen.

Dieses zeitlose Schönheitsempfinden hat Jahrhunderte überdauert und je mehr wir über die antike Welt verschiedener klassischer Kulturen erfahren, desto besser können wir verstehen, wie stark sie unser heutiges Verständnis von Schönheit und Kosmetik beeinflusst haben. Auf die gleiche Weise basiert ein Großteil unseres Konzepts von Gerechtigkeit, Philosophie, Kunst und Liebe auf alten und vergangenen Kulturen und Ländern. Viele der Schönheitsrituale und Produkte, die wir verwenden, verdanken wir jenen Zivilisationen. Doch egal, wie sehr wir die wundersamen Eigenschaften von Schönheitsprodukten des 21. Jahrhunderts, die auf wissenschaftlichen Konzepten und der Verwendung von technologisch aktuellen Inhaltsstoffen und Materialien basieren zu schätzen wissen, liegen ihre Ursprünge viel weiter zurück.


Lassen Sie uns einen Blick hinter die Kulissen werfen, einige der einzigartigen ritualisierten Schönheitspraktiken der Antike betrachten und sehen, wie sie unsere Schönheitsrituale in unserer sich ständig verändernden, immer schneller werdenden Welt der Schönheit und Hautpflege beeinflusst haben. Die Vergangenheit zu verstehen bedeutet, die Gegenwart zu verstehen. Je mehr wir über die Ursprünge unserer Hautpflegerituale wissen, desto mehr können wir die endlosen Zyklen und die Zeitlosigkeit der Schönheit schätzen.

Schönheit als Göttlichkeit: Pionierkosmetik im alten Ägypten

Dank der erstaunlichen Menge an Relikten, Artefakten und wunderschön erhaltenen Schätzen, die die verschiedenen Dynastien des alten ägyptischen Reiches hinterlassen haben, besitzen wir eine Fülle an Kenntnissen über viele Aspekte des Lebens im Nildelta. Infolgedessen ist unser Verständnis der alten ägyptischen Schönheit erstaunlich üppig. Die Ägypter wussten die Ästhetik und die prächtige Verbesserung spezifischer Merkmale zu schätzen. Der Einfluss dieser faszinierenden Kultur ist auch heute noch spürbar.

Viele von uns wissen, dass sich das ägyptische Königshaus und die Aristokratie mit Gold und Edelsteinen schmückten und doch war die Komplexität und Subtilität der ägyptischen Kosmetik weitaus größer, als es auf den ersten Blick scheint. Die Ägypter schienen beispielsweise eine der ersten alten Kulturen zu sein, die mit kostbaren Mineralien, vor allem dem lebhaften grünen Malachit, experimentierten, die sie zu einem feinen Pulver zerkleinerten und dann wie Lidschatten oder Rouge verwendeten. Sulfite wurden als Kajal verwendet, um die Schönheit der Augen hervorzuheben und zermahlenes Karmin, Jodpulver und bestimmte Nilalgen verliehen den Lippen mehr Farbtiefe.


Das vielleicht interessanteste aller alten ägyptischen Schönheitspraktiken war jedoch die ritualisierte Herangehensweise an die Hautpflege und der Schwerpunkt, den ägyptische Frauen auf das Verschönern, Pflegen und Befeuchten der Haut legten. Sogar Shakespeare verewigte die einer Legende nach in Milch badende Cleopatra in seinen Werken. Und tatsächlich war er nicht weit von der Wahrheit entfernt. Aus ägyptischen Aufzeichnungen wissen wir, dass sie und andere aristokratische Damen an ihrem Hof Honig- und Milchbäder nutzen, um ihre Haut zu verschönern. Gleichzeitig verwendeten sie Salzpeelings (natürlich aus dem mineralreichen Wasser des Toten Meeres), Mandelöle und sogar Apfelessig für ihre Hautpflege-Rituale. All diese Zutaten sind auch heutzutage auf dem Schönheitsmarkt sehr gefragt.

Schönheit bedeute für die alten Ägypter mehr als nur Kosmetik, Selbstvertrauen, Aussehen oder Wohlbefinden. Es war ein Weg, das sterbliche Fleisch zu verbessern, um näher bei den Göttern sein zu können, die jeden Aspekt ihres Lebens überwachten. Kosmetika, Balsame, Salben und Elixiere wurden in Grabkammern aufbewahrt, die den Gottheiten als Opfergaben dienten und in religiösen Zeremonien verwendet wurden, um die tiefe Verbindung zwischen der Schönheit der lebenden Welt und der Perfektion zu demonstrieren, die innerhalb der göttlichen Welt existierte.

Das Land der Milch und des Honigs: Die Schönheitsrituale des antiken Griechenlands

Wenn wir an Schönheit und Schönheitsideale in der klassischen Welt denken, fällt uns sofort die Zivilisation der alten Griechen ein. Griechenland war die Wiege der modernen Welt, die geistige Heimat des Theaters, der Kunst, der epischen Poesie und der umwerfend schönen Frauen, für deren Gesichter sich tausend Schiffe auf den Weg machten und für die endlose glorreiche Heldentaten unternommen wurden. Die alten Griechen verehrte die Schönheit und Perfektion der menschlichen Form auf eine Weise, die auf der Welt bis dato unbekannt war. Sie vergötterten die weibliche Schönheit in der Figur der Aphrodite, die als ultimatives Vorbild für Frauen angesehen wurde und die als Vergleichspunkt für den Zenit der Liebe und des Verlangens galt.


Zu behaupten, dass die alten Griechen einen Einfluss auf die modernen Kosmetik- und Schönheitsrituale hatten, wäre eine maßlose Untertreibung. Tatsächlich stammt das Wort „Kosmetik“ aus dem Griechischen kosmeticos und die Kunst des Schminkens und der Akzentuierung der natürlichen Schönheit war auf den griechischen Inseln und dem Festland auf dem Höhepunkt ihrer bemerkenswerten Zivilisation ein wesentlicher Bestandteil des Alltags.

Die griechische Kultur vergötterte blasse und zarte Frauenhaut und um den perfekten Alabaster-Teint zu erzielen, bemalten Frauen ihre Haut sogar mit weißem Blei. Es stellte sich jedoch bald heraus, dass dessen Wirkung toxisch war und so begannen Kosmetikpioniere, sicherere Ersatzprodukte aus pulverisierter Kreide zu entwickeln. Die Vorgänger moderner Foundations und Abdeckmittel war geboren. Die Lippen wurden mit zerdrückten Maulbeeren dunkel und sinnlich rot gefärbt. Frühe alchemistische Untersuchungen in Griechenland fanden außerdem rubinrotes Eisenerz, das für ähnliche Zwecke verwendet wurde. Die Athenerinnen bevorzugten dunkle und mysteriöse Lidschatten, die aus einer Mischung von Holzkohle- und Mandelölen hergestellt worden und somit fast mit heutiger Naturkosmetik verglichen werden kann.


Der Aspekt der altgriechischen Schönheitsrituale, der den heutigen Frauen am vertrautesten ist, hat jedoch alles mit dem größten Schatz der Wälder des antiken Griechenlands zu tun: Olivenöl. Nicht nur die Olivenhaine Griechenlands waren im gesamten Mittelmeerraum bekannt, sondern auch die verschönernden Eigenschaften des Olivenöls selbst, waren in der klassischen Welt berühmt. Das gesundheitsspendende Öl wurde als Gesichtsmaske und Salbe verwendet, um die empfindliche Frauenhaut vor Umweltbelastungen zu schützen. Dies beweist, dass die alten Griechen ihrer Zeit in Bezug auf zeitlose Schönheitstrends bereits um einiges voraus waren.

Der Luxus des alten Roms: Schönheit und Wellness auf einer neuen Ebene

Während die alten Griechen und Ägypter phänomenale Fortschritte in Bezug auf Kosmetik, Schönheitsrituale und Hautpflege machten, waren es natürlich die Römer, die die Kunst der Verschönerung, des Luxus und des Genusses perfektionierten. Um den Zeitpunkt des ersten Jahrhunderts nach Christus befand sich das Römische Reich auf seinem dekadenten Höhepunkt und überall, wo im expansiven Reich heiße Quellen entdeckt wurden, entstanden kunstvolle und raffinierte Badehäuser und Bäder. Sie waren Tempel des Vergnügens, die der Schönheit und Entspannung gewidmet waren und sie zeigten der modernen Welt eine Zivilisation, die keine Kompromisse einging, wenn es um das Gefühl des Wohlbefindens ging, das uns heute überraschend vertraut ist.


In römischen Bädern ging es in erster Linie um Hygiene, Entspannung und Geselligkeit, aber auch die Hautpflege spielte eine wichtige Rolle. Besucher der Badehäuser verwendeten wohlriechende und feuchtigkeitsspendende Öle, die auf den gesamten Körper aufgetragen wurden, bevor ein Ganzkörperpeeling die abgestorbenen Hautzellen und Schmutzablagerungen, die ihre Poren verstopften, abtrug. Diesem Vorgang folgte normalerweise eine kräftige Massage oder die Zugabe weiterer feuchtigkeitsspendender Inhaltsstoffe aus den entferntesten Regionen des Reiches. Kakaobutter, Honig, Joghurt und Rohseifen aus Ölen und Aschen. Eine Verschönerung erfolgte auch in Form von Kosmetika und genau wie die Griechen zuvor, unternahmen die Römer große Anstrengungen, um die natürliche Schönheit mit weißem Mergel und Kreidepulver zu betonen, um einen glatten, makellosen und blassen Teint zu erzielen. Rouge war ebenfalls beliebt und wurde üblicherweise aus Traubenmost (einem Abfallprodukt der boomenden römischen Weinindustrie), Maulbeeren und Rosenblättern hergestellt.

Die letzten Jahre des Römischen Reiches ließen die Schönheitskunst in Europe noch einmal in neuem Glanz erstrahlen, bevor der Zerfall der Zivilisation und der Aufstieg der dunklen Zeitalter anbrach. Interessanterweise wurde der Gebrauch von Kosmetika, Parfüms und Feuchtigkeitscremes nach dem Zerfall des römischen Reiches in der westlichen Welt weniger und viele der Geheimnisse und Rituale, die von den klassischen Zivilisationen perfektioniert wurden, gingen für immer verloren. In der Tat entstanden Schönheitsrituale, Make-up und Hautpflege in Europa erst im 13. Jahrhundert. Ein neues goldenes Zeitalter der Alchemie, Wissenschaft und Kunst entstand und die Pioniere dieser Zeit nutzen die Sehnsucht nach der verlorenen Kunst der Römer, Griechen und Ägypter.

Die Tatsache, dass die Echos dieser erstaunlichen alten Kulturen bis heute nachhallen, ist ein Beweis für ihre Kraft und jeder von uns sollte daran denken, wenn wir in dieser schwindelerregend modernen Zeit unsere eigenen Schönheitsrituale durchführen.

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